Kostenlose Ateliers und Lager für Kunstwerke bis Sommer

Hilfe für bildende Künstler: Verein RED CARPET bietet kostenlose Showrooms, Ateliers und Lagerräume an

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung von COVID-19 trifft die heimische Kunstszene besonders hart. Da alle Museen und Galerien den Betrieb eingestellt haben, wurde den bildenden Künstlern die Möglichkeit genommen, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der von dem Künstler Manuel Gras geführte Verein RED CARPET steuert hiergegen. Im einzigen noch für die Öffentlichkeit zugänglichen Kulturbetrieb in Österreich können bildende Künstler in den vier Showrooms, die sich in den U-Bahn-Stationen Karlsplatz, Schottentor, Volkstheater und Altes Landgut befinden, ihre Werke kostenlos ausstellen. Auch Lagerräume und Ateliers werden in der Zeit der Krise unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Keep on doing art 1b, Maria-Magdalena Ianchis, credits Bjarni Svanur Fridseinsson

Wien, 23. März 2020. Mit 500 Ausstellungen in zehn Jahren zählt der Verein RED CARPET zu einem der wichtigsten Kulturbetriebe für aufstrebende bildende Künstler in Wien. Herzstück des 2009 von den Künstlern Manuel Gras, Karl Kilian und dem Direktor der Wiener Bildungsakademie Mag. Marcus Schober gegründeten Fördervereins sind vier Showräume in den U-Bahn-Stationen Karlsplatz, Schottentor, Volkstheater und Altes Landgut. Da aufgrund der COVID-19-Pandemie sämtliche Museen, Galerien etc. den Betrieb eingestellt haben, sind diese Showrooms eine der letzten Möglichkeiten, Gemälde, Installationen oder Skulpturen im öffentlichen Raum zu präsentieren. „Der RED CARPET ist wahrscheinlich der letzte Kulturbetrieb, der bildenden Künstlern eine Bühne samt realem Publikum bieten kann. Mit ca. einer Million Passanten pro Woche vor der Ausgangsbeschränkung, die unsere Schauräume sehen, bieten wir Kunstschaffenden eine einzigartige Chance, sich in der Öffentlichkeit Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen“, so Gras.

Wer das kostenlose Angebot in Anspruch nehmen möchte, sollte sich möglichst rasch beim Verein melden, denn die Slots sind begrenzt. Gras: „Geplant ist, dass die U-Bahn-Showrooms bis Juni im Wochentakt von Künstlern bespielt werden. Solange die U-Bahnen im Betrieb sind, haben wir ein Publikum! Das gilt es zu nützen!“ Neben den Showrooms bietet der RED CARPET zwei weitere, ebenfalls kostenlose Serviceleistungen an. So verfügt der Verein über mehrere Kunstlagerhallen in der Brigittenau und drei Ateliers in Floridsdorf, die allen, die sich kein Atelier mehr leisten können oder ihre Ausstellungen zurückbekommen haben, in den kommenden Monaten gratis zur Verfügung gestellt werden. „In Notfällen können wir bis Sommer mit dieser Infrastruktur dienen, denn Corona mag zwar das öffentliche Leben lähmen, aber nicht unsere Kreativität. Kunst ist jetzt wichtiger denn je, auch wenn wahrscheinlich weniger Mittel als jemals zuvor vorhanden sein werden“, so Gras.

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